Praktischer Vergleich von Campingbussen

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Wir lieben Campingbusse und haben seit unserem Führerschein, also mehr als 20 Jahre, fast durchgehend einen Campingbus besessen oder Transporter in solche ausgebaut. Das bedeutet wir haben unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und kennen die Schwachstellen und die Vorzüge der unterschiedlichen Marken, Modelle und Ausbaukonzepte.

Vor ein paar Jahren haben sich dann auch bei uns die Anforderungen als junge Familie grundlegend verändert. Wir standen selbst vor der großen Frage, welcher Campingbus die meiste Flexibilität ermöglicht. Der Campingbus sollte auf jeden Fall zuverlässig, preiswert, ansprechend und multifunktional sein. Doch in den meisten Fällen wird es immer ein Kompromiss sein. Denn viele Kriterien schließen sich gegenseitig aus wie beispielsweise viel Platz und einfaches einparken in der Tiefgarage oder preiswert und ansprechend.

Am Ende haben wir uns 2008, als wir noch zu dritt waren, für einen klassischen VW T5 California Comfortline entschieden. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte Volkswagen auch nur den Transporter, Multivan, Caravelle oder den California im Angebot.  Spacecamper hat damals noch angeboten eigenen Fahrzeuge umzubauen und der Marco Polo von Mercedes war noch keine Option. Die Fahrzeuge Renault Traffic, Fiat Scudo und Opel Vivaro waren auch noch im Gespräch.

Mittlerweile konnte sich Volkswagen mit dem California Beach eine neue Zielgruppe mit einem alltags tauglichen Camper erschließen. Mit 2 Kindern und Hund ist das auf jeden Fall der flexiblere Campingbus, welchen wir jetzt seit Anfang des Jahres fahren.

Aber es kommen auch immer noch (zum Glück) neue Anbieter auf den Markt, die frischen Wind und neue Ideen zum Thema Campingbus und Campingbus Ausbau haben und damit erfolgreich sind. Das sind aus meiner Sicht unter anderem Kompanja und die Calibox.

Wir 2 Erwachsene und unsere Kinder (mittlerweile 8 und 10 Jahre) sowie unser mittelgroßer Hund fragen uns immer wieder, ob es für unsere Anforderungen nicht ein besseres Automobil für den Urlaub und den Alltag gibt. Unsere Fragen und Gedanken zu dem Thema sammeln wir hier, da wir sicher nicht die einzigen sind, die sich mit dieser Entscheidung schwer tun. Wir freuen uns natürlich, wenn Ihr Eure Campingmobil Erfahrungen mit uns teilen würdet.

Campingfahrzeuge liegen im Trend

Der Arbeitsalltag sorgt für einen straffen Zeitplan der bis auf das kleinste Detail durchgetaktet ist. Wer verspürt da nicht den drang zur absoluten Flexibilität und Freiheit? Mit einem Campingbus spontan für einen oder mehrerer Nächte unter freien Himmel am Meer, an Seen oder in den Bergen dem Alltag einfach entfliehen.

Dieser Trend wurde auch von Automobilherstellern oder Wohnmobil Ausrüstern wahrgenommen. Das spiegelt sich in der wachsenden Anzahl an Modellen, Einbauten und Umbauten wieder. Doch welches ist der richtige Bus?  Mit der Beantwortung der folgenden Fragen kommt Ihr eurem Traumfahrzeug sicher ein Stück näher.

Die Entscheidungsmatrix für den perfekten Reisebegleiter

Die unterschiedlichen Kriterien für einen perfekten Campingbus haben wir im folgenden übersichtlich aufgeschlüsselt und im Anschluss umfassend thematisiert:

  1. Anzahl der Personen
  2. Alltagstauglichkeit
  3. Campingkomfort
  4. Nutzung des Campingbusses
  5. Transport der Sportausrüstung
  6. Campingbus selbst ausbauen
  7. Kosten für die Anschaffung
  8. Campingbus vor dem Kauf testen

Anzahl der Personen?

Die Anzahl der Begleitpersonen ist ein extrem großer Faktor. Denn für 2 Personen reicht ein kompakter Van auf jeden Fall aus, sogar ohne Hochdach. Doch sobald mehrer Personen transportiert und womöglich auch übernachten sollen wird die Auswahl an Fahrzeugen bereits schon sehr stark eingeschränkt.

Sitzplätze

Die meisten klassischen Campingbusse sind für 4 Sitzplätze ausgelegt. Zusätzliche Sitzplätze sind zwar möglich, aber meist nur für den Transport über zusätzliche Einzelsitze oder Sitzbänke. Freizeit orientierte Campingbusse wie der California Beach bieten sogar bis zu 7 Sitzplätze.

Schlafplätze

Die klassischen kompakten Campervans bieten zum Übernachten meist Platz für 4 Personen. 2 Personen finden im Hochdach und 2 auf der umgeklappten Sitzbank mit erweiterter Liegefläche im Heck Platz. Die Vorteile und Nachteile der unterschiedlichen Schlafsitzbänken und deren Anbieter haben wir gesondert für Euch zusammengestellt. Wer mit mehr wie 4 Personen campen gehen möchte kann diese zwar transportieren aber trotzdem nur bequem zu viert im Bus übernachten.

Der VW California bietet bis zu 5 Sitzplätze und 4 Schlafplätze, aber nicht in der Kombination.
Der VW California bietet bis zu 5 Sitzplätze und 4 Schlafplätze, aber nicht in der Kombination.

Ein Thema was nicht außer acht gelassen werden sollte ist das Alter der Begleiter beziehungsweise Kinder. Denn Kinder bis zu 10 Jahren können auch entspannt auf der umgeklappten Sitzbank in der Mitte übernachten, wenn die Liegefläche über die gesamte Breite geht. Diese Lösung bietet den zusätzlichen Vorteil das 3 Personen auf der Rücksitzbank Platz nehmen können, ohne zusätzlichen Einzelsitz.

Großzügige Liegefläche über die gesamte Breite
Großzügige Liegefläche über die gesamte Breite

Sobald Möbel an einer Seite angebracht sind muss differenziert werden ob es eine breite Möbelzeile ist wie beim VW California, Mercedes Marco Polo oder ein schmaler Ausbau wie er von vielen Campingbus Ausbauern angeboten wird. Bei dem breiten Einbau wird es schon zu zweit recht kuschelig und beim schmalen Ausbau passt noch ein Kleinkind in die Mitte.

Die Breite der Schlaffläche ist beim Marco Polo unten mit Abstand am kleinsten.
Die Breite der Schlaffläche ist beim Marco Polo unten mit Abstand am kleinsten.

Campingmobil, aber bitte alltagstauglich?

Wie viel Zeit steht für den Urlaub zur Verfügung und wie oft wird der Campingbus im Alltag eingesetzt. Mit im Schnitt 30 Tagen Urlaub pro Jahr könnten zu Pfingsten 2 Wochen Korsika und im Sommer 3 Wochen Südfrankreich bereist werden. Dann noch das ein oder andere Wochenende mal spontan in die Berge und somit sind wir bei 30 Tagen – also rund einem Monat Reisezeit im Campingbus. Im Verhältnis zur alltäglichen Nutzung ergibt sich bei einem Zeitraum von einem Jahr ziemlich genau 1/12, was erschreckend wenig ist. Bei Studenten, Saisonarbeiter oder Rentner sieht das Verhältnis natürlich wieder anders aus.

Alltagstauglichkeit

Wenn das Fahrzeug zum pendeln zur täglichen Arbeitsstelle, zum Einkaufen und beim Kindergeburtstag mehr wie 3 Kinder transportieren sollte ist ein Fahrzeug mit minimaler Campingausstattung und maximaler Anzahl an Sitzplätzen sinnvoll. Bei den kompakten Campingbussen machen sich auch die Fahreigenschaften bemerkbar die mittlerweile fast auf dem Niveau von PKWs rangieren.

Das Cockpit ist identisch zu den PKW Modellen und bis ins Detail durchdacht und richtig stylish.
Das Cockpit ist identisch zu den PKW Modellen und bis ins Detail durchdacht und richtig stylish. Aber in einem Campingbus dürfen Cupholder und nutzbare Ablageflächen nicht fehlen – schade.

Bei größeren Fahrzeugen mit langem Radstand oder einem Kastenwagen leidet auch der Fahrkomfort. So bietet ein festest Hochdach beim Camping echte Qualitäten, aber eine Tiefgarage ist dann nicht mehr drin. Der Verbrach ist natürlich auch höher, obwohl das Hochdach im Alltag keinen Mehrwert bietet.

Mehr Campingkomfort und weniger Alltag
Mit festem Hochdach mehr Campingkomfort und weniger Alltag

In der Stadt kann es schon mal eng hergehen vor allem beim einparken und Lenker von einem großen Kastenwagen, mit einem schlechten Wendekreis, werden sicher nicht beneidet. Zudem ist die maximale Geschwindigkeit bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen auf 80 km/h begrenzt. Die Versicherung ist zwar meist günstiger, aber auch die Mautkosten für die Nutzung der Autobahnen im Ausland sind oft doppelt so hoch. In dieser Gewichtsklasse spielt auch der richtige Führerschein eine Rolle, denn hier muss die Fahrerlaubnisklasse 3 vorliegen beziehungsweise seit 2013 die Klasse C1. Bei allen ausgestellten Führerscheinen vor 1999 wurde diese Klasse bereits standardmäßig eingetragen. Alle die danach Ihren Führerschein erworben haben benötigen zusätzlich die Fahrerlaubnisklasse C1.

Reisekomfort

Wir verstehen unter Reisekomfort alle Vorteile und Raffinessen die den Alltag beim Camping und Reisen erleichtern. Dazu gehört natürlich insbesondere das Platzangebot und der Stauraum. Wer auf einen kompakten Campingbus setzt und zu viert unterwegs ist muss dann immer mal wieder das Gepäck zum Kochen und Schlafen umräumen und womöglich die Kindersitze verstauen.

Bis zu 4 Stühle clever in der Heckklappe verstauen
Bis zu 4 Stühle clever in der Heckklappe verstauen

Bei einem großen Campervan ist das in der Regel nicht der Fall und der Camping Alltag kann voll und ganz genossen werden.

Wer den Fokus ausschließlich auf dem Reisen hat kann auch ein Wohnmobil in Erwägung ziehen. Hier ist noch mehr Raum für alle Begleiter und mehr Komfort geboten. Grundsätzlich gilt jedoch, je umfangreicher der Ausbau des Campingmobils, desto weniger Zuladungen ist möglich. Allerdings ist bei einem Wohnmobil ein Zweitwagen für den Alltag obligatorisch und womöglich auch ein Stellplatz, wenn ein Saisonkennzeichen zum Einsatz kommen sollte.

Wie steht es um den Komfort?

Der Komfort beim Camping kann eine große Auswirkung auf die Wahl des richtigen Campingmobils haben. Doch was für die einen Komfort bedeutet ist für den anderen völlig überbewertet. Daher haben wir einfach mal die zentralen Kriterien zusammen gestellt.

Kühlschrank

Die eigenständige Verköstigung ist für alle Camper zentraler Bestandteil. Ein Kühlschrank vereinfacht die Einkaufsplanung und Lagerung vor allem in südlichen Ländern. Ohne Kühlschrank kann Käse und Wurst nur 2-3 Tage im Fahrzeug aufbewahrt werden, vom kühlen Bier mal ganz abgesehen. Aber neben dem Platz ist auch die Energieversorgung des Kühlschranks zu bedenken. Klassische 12 V Campingkühlschränke können über einen Zweitbatterie nur 3-4 Tage betrieben werden, bevor das Fahrzeug wieder bewegt oder die Batterie geladen werden sollte. Dadurch büßt man unter Umständen ein bisschen Flexibilität beim Campen außerhalb von Campingplätzen ein. Gasbetriebenen Modelle fordern im Gegenzug eine mittlere bis große Campinggasflasche und müssen die rechtlichen Bestimmungen erfüllen, so dass hier auf jeden Fall Stauraum verloren geht. Eine weitere Alternative ist ein Photovoltaik Modul, welches bei schönem Wetter die zweite Batterie auflädt.

Maximale Flexibilität durch Photovoltaik Modul worüber die zweite Batterie aufgeladen wird.
Maximale Flexibilität durch Photovoltaik Modul worüber die zweite Batterie aufgeladen wird.

Diese sind entweder fest auf dem Dach installiert oder können flexibel um das Auto dem Sonnen verlauf angepasst werden. Bei der flexiblen Variante kann das Modul unter Umstände auch ganz schön viel Platz in Anspruch nehmen wenn nicht ungenutzter Stauraum geschickt verwendet werden kann.

Toilette

Die Toiletten unterwegs oder auf den Campingplätzen sind nicht immer die saubersten und mit kleinen Kindern ist die Nutzung nicht immer ganz unproblematisch. Hier bevorzugen viele eine eigene Toilette. Da können die Kinder auch mal schnell im Stau aufs Klo. Aber auch hier gibt es große Unterschiede von der tragbaren Chemietoilette bis zum einfachen Töpfchen mit Tüte für den Notfall oder einem Klappspaten für die romantische Toilette im Freien.

Wasserversorgung

Danach sollte die Hygiene nicht zu kurz kommen und ein bisschen Wasser mit Seife schadet auf keinen Fall. Für die Frischwasserversorgung gibt es auch unterschiedliche Varianten. Voll integrierte Küchen oder Küchenmodule, welche über ein kleines Waschbecken mit Frischwasser- und Abwassertank verfügen. Alternativ kann auch ein einfacher Wasserkanister im Außenbereich eingesetzt werden. Auch hier ist es letztendlich einen Entscheidung Komfort vs Platzangebot.

Bei den Duschen verhält es sich ähnlich. Zum Einsatz kommen sehr häufig die beliebten Solarduschen, für eine warme Dusche unter freiem Himmel. Diesen Trend haben einige kompakten Camper übernommen und eine Freiluftdusche im Heck mit einem Duschvorhang an der offenen Heckklappe integriert.

Für alle Naturliebhaber gibt es bei vielen aktuellen Marken und Anbietern jetzt Außenduschen. Aber der Duschkopf muss gesondert bei Westfalia bestellt werden. Da stimmt doch was nicht, oder?
Für alle Naturliebhaber gibt es bei vielen aktuellen Marken und Anbietern jetzt Außenduschen. Aber der Duschkopf muss gesondert bei Westfalia bestellt werden. Da stimmt doch was nicht, oder?

Bei größeren Kastenwagen gibt es natürlich auch integrierte Nasszellen, die WC, Dusche und Waschbecken vereinen. Wer auf noch ein bisschen mehr Komfort setzt kann auch einen Diesel oder Gas betriebenen Warmwasser Boiler setzen. Bei Bedarf kann dieser auch einen Fussbodenheizung auf die gewünschte Temperatur bringen.

Mehr Komfort geht kaum noch
Mehr Komfort geht kaum noch

Küche

Das gilt natürlich auch für das Kochen. Hier gibt es im großen und ganzen 3 Möglichkeiten die wie ausführlich in unserem Campingkocher Vergleich vorgestellt haben. Die voll integrierte Küche, meist mit Gas betrieben, welche jedoch nur im Bus zum kochen verwendet werden kann. Das bedeutet die Zubereitung von beispielsweise Fisch und Fleisch hinterlässt auf jeden Fall Gerüche im Fahrzeug.

Fest integrierte Kochstellen eignen sich vor allem zum Kochen von Nudeln und Kaffe.
Fest integrierte Kochstellen eignen sich vor allem zum Kochen von Nudeln und Kaffee.

Die Alternative sind Spirituskocher mit einer oder zwei Kochstellen welche im Campingbus eingesetzt oder aber auch im Handumdrehen herausgenommen werden können, um unter freiem Himmel zu kochen.

Der Spirituskocher bietet zum Kochen die größte Flexibilität. Er kann bei schlechtem Wetter im Bus zum Einsatz kommen oder in der Outdoor Küche.
Der Spirituskocher bietet zum Kochen die größte Flexibilität. Er kann bei schlechtem Wetter im Bus zum Einsatz kommen oder in der Outdoor Küche.

Die dritte Variante sind Benzinkocher. Diese sind mit Abstand die leistungsstärksten Kocher, können aber im Gegenzug nur im Freien eingesetzt werden. An regnerischen Tagen ist ein Vorzelt oder Tarp von Vorteil.

Benzinkocher mit einer oder zwei Flammen sind am leistungsstärksten, auch in höheren Gegenden.
Benzinkocher mit einer oder zwei Flammen sind am leistungsstärksten, auch in höheren Gegenden.

Sitzmöglichkeiten

Bei schlechten Wetter ist eine Sitzmöglichkeiten im Innern vorzugsweise mit Tisch zum Essen von Vorteil. Wenn hier eine Familie mit 3 Kindern eine gemütliche Lösung sucht sollte das von Anfang an berücksichtigt werden. Alternativ kann hier natürlich auch ein Vorzelt oder Tarp eingesetzt werden.

Riesiger Stauraum mit großzügiger Höhe unter den Querbetten für Kinderwagen oder Sportgeräte.
Zu dritt ist genug Platz um bei schlechtem Wetter drinnen was zu spielen oder zu essen oder zu trinken. Wobei sich das Ambiente eher an einem Business Fahrzeug orientiert als an einem Campingbus.

Schlafen

Ein weiteres Grundbedürfnis ist der Schlaf. Neben der Lautstärke von dem Umfeld wie Meeresrauschen, Flüsse, Schnellstraßen und Discotheken spielt auch der Komfort beim Schlafen ein wichtige Rolle. Hier kann grundlegend zwischen einer komfortablen Liegefläche mit Lattenrost oder einer Matratze anstatt der ergonomisch geformten umgeklappten Sitzflächen differenziert werden.

Schmale Möbelzeile mit Standardsitzbank zum Umklappen und Lattenrost.
Schmale Möbelteil mit Standard Sitzbank zum Umklappen und Lattenrost ist komfortabel und wesentlich günstiger als die klappbare Sitzbank zum Schlafen.

Auch die Verdunklung aller Fenster kann bei uns und unseren Kindern wahre Wunder wirken. Hier können selbst genähte Vorhänge, ersteigertes bei eBay oder die original Rollos der Hersteller zum Einsatz kommen.

Rollo an der Schiebetür öffnet sich komfortabel mit der Schiebetür
Rollo an der Schiebetür öffnet sich komfortabel mit der Schiebetür

Schränke

Schränke sorgen für Ordnung aber auch für ein starres System. Wer den schnellen und systematischen Zugriff auf grundlegende Gegenstände genießt profitiert von den integrierten Schränken für Kleidung, Spiele und Küchenutensilien. Aber das kostet wiederum viel Platz und schränkt die Flexibilität ein. Minimale Schranklösungen beherbergen neben der Kochstelle und dem Spülbecken oft nur die Küchenausstattung. Für diese Lösung spricht auch die etwas breitere Sitzbank die für eine weitere Person genutzt werden kann. Gepäck kann dann in Kisten oder Taschen individuell gepackt und verstaut werden.

Standheizung

Wer gern in nördliche Länder reist oder auch im Herbst und Frühjahr unterwegs ist und das mit kleinen Kindern, der wird die Vorzüge einer Standheizung lieben. Den junge Mütter bevorzugen für ihre Kleinkinder eine Zimmertemperatur von mindestens 18 Grad. Das ist ohne Standheizung nur eingeschränkt möglich.

Fahrkomfort

Dann gibt es natürlich noch den Fahrkomfort der maßgeblich von der technischen Basis und dem Ausbau abhängig ist. Dazu gehört eine komfortable Beschleunigung beim Überholen, ESP, DSG, 4×4, Tempomat, Dämpfung, Wendekreis, Seitenstabilisatoren, Sitzposition, Klimaanlage, Motorgeräusch und unter Umständen Geräusche vom Ausbau. Diese Kriterien sind jedoch primär von dem Hersteller abhängig und sind nicht Teil des Campingbus Vergleiches. Aber nicht bei allen Herstellern können alle Extras nach belieben konfiguriert werden. Das sollte auf jeden Fall im Vorfeld berücksichtigt werden.

Ambiente

Spätestens seit der neue Marco Polo auf Basis der V-Klasse auf dem Markt ist wird verstärkt über Interior Design und wohlfühl Ambiente gesprochen. Ob das schicke und edle Design die Camping & Outdoor orientierte Zielgruppe anspricht wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall bringt sie wieder ein bisschen frischen Wind in die Campingbranche.

Mehr Ambiente und Glamour geht kaum noch.
Mehr Ambiente und Glamour geht kaum noch mit indirekter LED Beleuchtung.

 

Wie wird der Campingbus genutzt?

Eher spontan und kurzweilig, mal für ein Wochenende raus aus dem Alltag oder geplant und mit längeren Aufenthalten an einem Ort. Bei den spontanen Aktionen spielen die ausgebauten Campingmobile oder Wohnmobile ihre Stärken aus. Innerhalb kürzester Zeit kann direkt gestartet werden. Wassertank füllen, Glasflasche prüfen, Schlafsäcke und Verpflegung in den Bus und los geht’s.

Einraumkonzept

Das Schweizer Messer unter den Campingbussen – halb PKW halb Campingbus. Das Einraumkonzept zeichnet sich dadurch aus, das alles in einem Raum passiert. Für zwei Personen ist das perfekt und nahezu kein Umbau beim Ankommen oder Abreisen erforderlich. Sofern kein festes Hochdach eingebaut ist muss das Hochdach elektrisch oder manuell geöffnet und die Liegefläche nach oben geklappt werden. Unten kann dann komfortabel im stehen gekocht, gegessen, getrunken und gespült werden. Dazu muss keine Sitzbank umgeklappt, sondern nur der Tisch aufgebaut werden.

Spontan mal den ein oder andren Kurztrip am Wochenende oder längere Zeit an einem Ort verbringen
Spontan mal den ein oder andren Kurztrip am Wochenende oder längere Zeit an einem Ort verbringen

Mit heruntergeklappter oder auseinander geklappter Liegefläche befinden sich dann im Hochdach zwei gemütliche Schlafplätze. Dieses Prinzip findet sich im California Ocean und Coast genauso wie im Marco Polo und bei anderen Ausbauern wieder.

Bei schönem Wetter kann noch die Markise ausgefahren, Tisch und Stühle aufgebaut und draußen in der Natur gegessen werden.

Wer jetzt mit einem oder mehreren Kindern und womöglich Hund unterwegs ist ahnt schon, das es komplizierter wird. Denn dann muss auch im unteren Bereich die Liegefläche aufgebaut werden und alles an Ort und Stelle sein, damit täglich möglichst wenig umgeräumt werden muss. Grundsätzlich lautet das Motto um möglichst agil vor Ort unterwegs zu sein wenig Material mitzunehmen und dieses an definierten Plätzen zu verstauen. Wer dann den Essplatz im inneren nutzen möchte kann das in ein paar Minuten bewerkstelligen. Ansonsten muss erstmal alles umgeschichtet werden.

Wer sich für einen minimal ausgebauten Campingbus wie den California Beach oder Mercedes Activity entscheidet hat einen höheren Aufwand um durchzustarten da Kocher, Töpfe, Teller und Besteck erstmal in den Bus geräumt werden müssen und oder zusätzliche Module wie Kühlschrank oder Spüle montiert werden müssen. Dafür ist er optimal auf die Situation im Alltag abgestimmt und bietet im Gegenzug mehr Stauraum und Flexibilität für den Transport und mehr Sitzplätze.

Zweiraumkonzept

Hier schlägt das Herz von Campern höher die wenig Zeit in den täglichen Umbau beziehungsweise umräumen investieren möchten. Das heißt, dass das Fahrzeug in zwei Bereiche geteilt ist und kein Umbau fürs Kochen oder Spülen erforderlich ist. Die Küche ist hier meist im hinteren Bereich angeordnet und bietet eine Kochstelle, Spüle, Kühlschrank und jeder Menge Stauraum. Die Küche kann somit immer genutzt werden, unabhängig davon ob eine Liegefläche oder eine Sitzfläche im unteren Bereich genutzt wird.

Ohne Umbau direkt mit dem Koschen starten und von jeder Menge Stauraum profitieren, welche direkt zugänglich sind.
Ohne Umbau direkt mit dem Koschen starten und von jeder Menge Stauraum profitieren, welche direkt zugänglich sind.

In Kombination mit einem festen Hochdach ist hier die Zeit für den Umbau nochmal um die Hälfte zu reduzieren. Westfalia, Hymer & Co. haben hier auch Konzepte mit einer Rücksitzbank für 3 Personen im Angebot.

Mehrraumkonzepte

Mehr Platz bieten Kastenwagen wie beispielsweise der Ducato oder Sprinter und natürlich vollwertige Wohnmobile. Je nach Konzept und Größe können hier mehrere Personen ohne aufwendigen Umbau übernachten, kochen und bei schlechtem Wetter in dem Campingfahrzeug essen, schlafen und die tägliche Hygiene erledigen. Der Schlafbereich ist hier klassischerweise durch den Sanitärbereich mit WC, Waschbecken und Dusche getrennt und bietet maximalen Komfort an jedem Ort der Welt.

Ohne jeglichen Umbau, im Campingbus kochen, essen und schlafen, dass ist der Traum von vielen.
Ohne jeglichen Umbau, im Campingbus kochen, essen und schlafen, dass ist der Traum von vielen.

Grundsätzlich sollte hier auch noch mal jeder für sich die Fragen beantworten ob ein Wohnwagen nicht auch ein Option ist. Wer an den unterschiedlichen Reisezielen immer mehrere Tage verbringt hat mit einem Wohnwagen auf jeden Fall mehr Komfort und den großen Vorteil vor Ort flexibel und ohne jeglichen Umbau mit einem PKW mobil zu sein. Auch die Anschaffungskosten, belaufen sich für Einsteigermodelle nur auf einen Bruchteil der Kosten. Wer dann noch einen eigenen Stellplatz für den Wohnwagen hat ist preislich weit aus günstiger und flexibler unterwegs.

Stellplätze für Wohnwägen sind nicht nur zum beladen und entladen in den Wohngebieten hart umkämpft.
Stellplätze für Wohnwägen sind nicht nur zum beladen und entladen in den Wohngebieten hart umkämpft.

Wer die agile Urlaubsplanung vor Ort vorzieht ist sicher mit einem Campingmobil besser beraten.

Wie transportiere ich meine Lieblingssportgeräte?

Urlaubszeit ist auch Zeit für sportliche Aktivitäten und diese erfordern oft ganz schön viel Platz. Wie Ihr welche Sportgeräte am besten transportieren könnt und welche Einschränkungen das mit sich bringt erfahrt ihr hier.

Heckträger

Bei einem klassischen Heck Fahrradträger kann die Heckklappe mit 4 Fahrrädern nicht mehr geöffnet werden. Wer clever packt und nicht an das Gepäck unter der Liegefläche muss kann auch die Räder auf dem Fahrradständer lassen wenn es nur für eine oder zwei Nächte ist. Denn beim VW California ab T5 ist es dann nicht mehr möglich die Stühle in der Heckklappe zu holen. An das Gepäck unter der Liegefläche kommt man auch nur noch bedingt. Denn die Erweiterung der Liegefläche kann leider nur in eine Richtung aufgeklappt werden und zwar nur in die Richtung zur Heckklappe.

So schön die Mobilität im Urlaub mit dem Fahrrad ist, einen Nachteil bringt sie bei einigen Fahrradträgern mit sich. Denn mit den Rädern auf dem original Paulchen vom T6 und T5 ist der Größenvorteil von einem Hochdach zum Aufklappen gegenüber einem festen Hochdach dahin. Und Parkplätze unter 2,50 Meter können nicht mehr angefahren werden. Doch warum der Fahrradträger bei diesen Modellen so hoch sitzt ist mir ein Rätsel. Denn auch beim Beladen des ersten Fahrrads muss ich auf den Zehenspitzen stehen (Körpergröße 1,72cm), damit das gelingt. Allerdings angenehmer wie auf dem Dach und der Heckträger sorgt auch für einen geringeren Verbrauch. Beim VW T4 und T3 tritt dieses Phänomen nicht auf.

Mit Fahrrädern auf dem Heckgepäckträger sind Parkplätze unter 2,5 Meter mit Vorsicht zu geniessen
Mit Fahrrädern auf dem Heckgepäckträger sind Parkplätze unter 2,5 Meter mit Vorsicht zu geniessen

Wer mit 4 Fahrrädern auf einem Heckfahrradständer startet sollte mit 15 Minuten zum beladen rechnen, wenn man geübt ist. Denn entweder die Lenker kommen sich in die Quere oder die Pedale. Das Abladen geht in der Hälfte der Zeit, da nur die Schrauben und Gurte geöffnet und die Räder herunter genommen werden müssen.

Das beladen von 4 Fahrrädern kann schon mal 20 Minuten dauern bis alle Pedale und Lenker passen. Das abladen geht dafür viel schneller.
Das beladen von 4 Fahrrädern kann schon mal 20 Minuten dauern bis alle Pedale und Lenker passen. Das abladen geht dafür viel schneller.

Wer einen Fahrradträger hat und auf die Räder verzichten will kann auch eine zusätzliche Transportbox anstatt der Räder mit in den Urlaub nehmen oder diese kombinieren.

Das Platzproblem kennt jeder, der mit der Familie oder mit vielen Sportgeräten auf Tour geht. Eine zusätzliche Transportbox kann hier nicht schaden.
Das Platzproblem kennt jeder, der mit der Familie oder mit vielen Sportgeräten auf Tour geht. Eine zusätzliche Transportbox kann hier nicht schaden.

Dachgepäckträger

Je nachdem wie viel Reisebegleiter und Sportequipment mit kommt kann es passieren, das die etwas längeren Sportgeräte nicht ohne weiteres unter die Sitz- beziehungsweise Schlaffläche passen. Das bedeutet es wird einen Dachträger benötigt, auf dem dann einen Dachbox, Kayaks und beliebig viele Surfbretter mit Segel & Co befestigt werden können. Hier verspielen wir uns natürlich auch den Höhenvorteil und haben bei den Faltdächern noch eine Gewichtsbegrenzung auf 60kg. Im Gegenzug können wir dafür aber im Urlaub unseren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Bei festen Hochdächern spielt die zusätzliche Höhe keine Rolle mehr und oft sind hier standardmäßig Verankerungen vorgesehen um eine zusätzliche Dachbox zu fixieren. Surfbretter & Co. können über seitliche Halterungen transportiert werden.

Dachgepäckträger, seitlicher Träger für Surfbretter und umfunktionierter Fahrradträger. Mehr "zusätzlicher Stauraum" geht fast nicht.
Dachgepäckträger, seitlicher Träger für Surfbretter und umfunktionierter Fahrradträger. Mehr „zusätzlicher Stauraum“ geht fast nicht.

Anhängerkupplung

Wer hätte das gedacht, dass die Anhängerkupplung auch für was anderes wie Anhänger genutzt werden kann. Der Klassiker ist der Transport der Fahrräder und ja es gibt auch Modelle bei denen die Heckklappe mit Fahrrädern geöffnet werden kann nachdem diese gekippt worden sind. Sonst macht das aus unserer Sicht nicht wirklich Sinn. Und ja es gibt auch welche für 4 Fahrräder, aber wirklich günstig sind die nicht.

Wer Sportlichen Aktivitäten nachgeht die viel Platz für das Equipment benötigen kann auf den Fahrradträger auch einen Box packen. So können nasse und sandige Schwimmwesten, Neoprens und Kite Ausrüstung einfach in der Kiste verschwinden und drüber sind die Räder auf dem Heckträger. Hier findet Ihr unseren praktischen Test zu der Heckbox und die Anleitung um die Heckbox selber zu bauen.

Wie viel Zeit und Engagement steht für den Umbau zur Verfügung?

Es wird wahrscheinlich nicht den perfekten Camper geben, zumindest ist das unsere Erfahrung. Denn entweder bietet er nicht die gewünschte Ausstattung oder das Fahrzeug ist viel zu teuer. Mit einem Selbstausbau kann hier Abhilfe geschaffen werden. Aber das erfordert Zeit und idealerweise auch ein bisschen Campingbus Erfahrung, so dass Ihr Ihn wirklich perfekt auf euch abstimmen könnt. Unserer Erfahrung nach sind die meisten klassischen Campingbusse nicht für Familien mit mehreren Kindern konzipiert, sondern eher für 2 Personen. Auch Outdoor Enthusiasten werde wohl kaum in Ihrem Campingbus kochen wollen, was noch nicht bei allen Herstellern angekommen ist.

Innovativer Campingbus Ausbau

Doch diese Nischen haben bereits viele Ausbauer wie Hymer, Custom Bus, Westfalia, Reimo, Spacecamper & Co. erkannt und Lösungen entwickelt die funktionieren. Wer dann noch Handlungsbedarf sieht kann diese dann immer noch individualisieren und magnetische Moskitonetze oder Taschen für zusätzlichen Stauraum nähen.

Campingbus selbst ausbauen

Wer Zeit, Lust und ein technisches Verständnis hat, kann mit einem selbst Ausbau relativ günstig in die Welt der Campingbusse einsteigen. Aber wer den Bus auch als Campingfahrzeug im Fahrzeugbrief eintragen möchte muss ein paar zentrale Themen berücksichtigen. Bei Ausbauten mit wechselhaften Wohneinrichtungen, wo beispielsweise der Küchenblock herausgenommen werden kann, bleibt die ursprüngliche Fahrzeugart erhalten. Grundsätzlich sollten die folgenden Merkmale wie eine Sitzplatz mit Tisch, Schlafplätze (Klapp Sitzbank), Kochgelegenheit (auch Spirituskocher) und Stauraum (unter der Sitzbank) zur Verfügung steht. Die volle Stehhöhe ist im Campingbus nicht ausschlaggebend.

Wer keine individuellen Anforderungen an den Campingausbau stellt und idealerweise zu zweit oder zu dritt ist kann auch zu einem klassischen Modell wie dem California oder Marco Polo greifen – sofern das Budget keine große Rolle spielt…

Mit welche Kosten muss ich rechnen?

Wenn Ihr Euch über die vorherigen Fragen Gedanken gemacht habt wisst jetzt endlich welcher Campingbus Typ Ihr seit und was Ihr konkret wollt. Der erste Schritt, aber leider nicht der letzte. Denn die Kosten variieren erheblich, bei gebrauchten Campingbussen, wie auch bei neuen Fahrzeugen. Hier können Design, Markenimage, Wiederverkaufswert, Sonderausstattung, etc. unter Umständen eine erhebliche Rolle spielen. Wir gehen daher auch nicht auf die einzelnen Preise konkret ein sondern versuchen realistische Preisspannen zur Orientierung zu nennen.

Campingbus neu kaufen

Die Neupreise für die Campingbusse starten bei den Platzhirschen der fahrenden Hotels wie VW T6 California und Mercedes Marco Polo bei 40.000 Euro je nach Motorisierung und Sonderausstattung mit dem Modell Activity beziehungsweise Beach. Diese Modelle verfügen standardmäßig über 5-7 Sitzplätze und ein Aufstelldach. Bei VW gib es dann noch den Coast, der zusätzlich noch mit einer Möbelzeile mit Kühlschrank, Kocher und Spüle ausgestattet ist und bei rund 50.000 Euro liegt. Darauf folgt der Ford Nugget der ca. 55.000 Euro ansetzt, aber aus Camping Sicht weit aus mehr zu bieten hat. In diesem Preisbereich liegen auch viele andere Campingbus Anbieter wie Spacecamper, Hymer, Reimo oder Custom Bus. Bei diesen Anbietern sind jedoch die Konzepte wesentlich näher an unseren Bedürfnissen von einer 4 köpfigen Familie mit Hund als bei den etablierten Platzhirschen. Die Version wo kaum noch Wünsche offen bleiben nämlich beim California Ocean und dem Marco Polo sind die Kosten mit mittlerer Motorisierung bei knapp unter 70.000 Euro anzusiedeln. Wobei der Marco Polo wesentlich mehr Umfang in der Grundausstattung mit bringt und so Ausstattungsbereinigt preiswerter daher kommt wie der Volkswagen. Mit ein bisschen Sonderausstattung kann jedoch auch schnell das Budget bei 80.000 Euro liegen.

Wenn das Campingfahrzeug neugekauft werden soll, dann nur auf den Messen wie der CMT in Stuttgart oder dem Caravan Salon in Düsseldorf. Hier sind Rabatte von bis zu 15% möglich, auch direkt bei Volkswagen. Wer noch günstiger an einen Neuwagen kommen möchte dem bleibt dann nur noch der EU Reimport hier können je nach Anbieter und Modell zwischen 20-25% vom Neupreis eingespart werden.

Wer sich dann entschieden hat möchte sein Traumauto möglich schnell vor der Tür stehen haben und verreisen. Hier punkten oft die großen Hersteller mit kurzen Lieferzeiten. Bei kleineren Anbietern wie Spaccamper kann es schon mal 12 Monate dauern, bis das Fahrzeug geliefert werden kann. Da ist ganz schön viel Geduld gefragt;)

Campingbus gebraucht kaufen

Der Preisverfall ist bei normalen Pkws oft in den ersten Jahren ziemlich drastisch. Der Wertverlust kann im ersten Jahr bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern bereits ein Viertel des ursprünglichen Kaufpreises ausmachen. Das ist bei den Bussen der Premium Marken jedoch nicht der Fall. Ein klassischer VW T5 Multivan in der einfachsten Ausführung (damals Startline mittlerweile Trendline) mit 50.000 Kilometer und Baujahr 2010 liegt noch gut über die 20.000 Euro. Aber auch hier gilt es nicht aufzugeben und mit ein bisschen Glück stolpert man über einen Vorführwagen beim Autohaus, einen Jahreswagen aus Wolfsburg oder ausgemusterte Modelle bei der Bundeswehr. Doch was beim Kauf von gebrauchten Campingbussen alles eine Rolle spielt würde hier den Rahmen sprengen, aber wenn Ihr Interesse signalisiert können wir das Thema noch ins Magazin aufnehmen.

Campingbus testen und zwar vor der Anschaffung

Schon allein aufgrund der vielen unterschiedlichen Aspekte, welche sich auch oft gegenseitig einschränken oder ausschließen ist das Thema nicht ganz einfach. Zudem haben wir es bis jetzt nur theoretisch beleuchtet. Doch bei einer solch kostenintensiven Anschaffung ist das aus unserer Sicht nicht ausreichend und es sollten vorher eigene Erfahrungen gesammelt werden. Wer nicht das Glück hat sich ein entsprechendes Fahrzeug bei Freunden ausleihen zu können, kann dies heutzutage über unzählige Vermittlungsplattformen bewerkstelligen. Denn diese vermitteln auch  Campingfahrzeuge von privaten Anbietern an private Interessenten. Allen voran hat Paul Camper diese Konzept umgesetzt. Jetzt folgen viele weitere Anbieter wie Campanda & Co..  Also einfach den gewünschten Campingbus aussuchen, testen und dann für den idealen Campingbus entscheiden.

6 Kommentare

  1. Hallo, ich habe gerade auf Ihrer Seite gestöbert und finde viele Anregungen. Vielen Dank.
    Ich plane eine Minimallösung, um aus unserem T5-Kombi ein Teilzeitwohnmobil zu bauen. Mir gefällt die Idee mit der „Standard Sitzbank zum Umklappen und Lattenrost“ sehr gut. Gibt es dafür weitere Infos´s?
    Herzlichen Gruß

    1. Hallo Mikel, es freut uns, das Du auf unserem Campingbus Vergleich viele Anregungen findest. Das Bild mit der Standard Sitzbank und dem Lattenrost hatte ich auf der CMT aufgenommen, weil es ein „neuer“ Ansatz war, den ich sehr spannend finde. Weitere Infos findest Du direkt beim Spezialist für Reisemobilausbauten –Köhler Wohnmobile. Anregungen zu der einfache Variante findest Du in folgendem Interview.

  2. Hallo, eine wirklich sehr informative Seite, vielen Dank!
    Eine Frage: ist bei einem Marco Polo, ohne Benutzung des Hochbettes, bei hergerichtetem Bett noch ausreichend Liegeplatz für einen Hund (Labrador)?

    1. Hallo Martin, der Platz ist großzügiger wie beim VW California und da haben wir auch den Schlafplatz von unserem Hund (der ungefähr kniehoch ist). Aber ich würde das bei so einer teuren Anschaffung unbedingt vorher testen und entweder mal den Campingbus mieten oder zumindest zu einem Marco Polo Händler oder auf die anstehenden CMT in Stuttgart (12.-20. Januar) gehen. Liebe Grüße Christoph

  3. Hallo,
    gibt es eigentlich noch kompakte Campingbusse mit Aufstelldach und einer breiten Liegefläche oben, so wie früher im Ford Nugget, da gab es oben knapp 1,60 m Platz? Der heutige Standard von knapp 1,40 führt auf Dauer nur zur Belastung der Beziehung!!
    Beste Grüße,
    Enrico

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